Vergasung vs. Verbrennung - ProCone GmbH

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Vergasung vs. Verbrennung


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Bei der thermischen Umsetzung von festen, organischen Brennstoffen oder allgemein Festbrennstoffen laufen immer die nachfolgenden Prozesse ab:
  1. Trocknung = Verdampfung des Wassergehaltes des Brennstoffes
  2. Pyrolyse = Verschwelung und Verkokung des Brennstoffes ohne Sauerstoff
  3. Vergasung = Teilreaktion der Pyrolyse-/Trocknungsprodukte zu Brenngasen
  4. Verbrennung = Oxidation der Brenngase zu Abgas unter Freisetzung von Wärme
Verbrennung
Eine Flamme ist vorhanden, die Materialien werden verbrannt. Das Ergebnis ist stark kontaminierte Asche, CO2 und H2O. Schadstoffe werden in die Luft freigesetzt. Wärme wird in Dampf umgewandelt, der weiter genutzt werden kann.

← Vergasung
Die Materialien werden unter Druck und hoher Temperatur vergast. Synthetisches Gas (SynGas) wird hergestellt. Es werden keine Schadstoffe in die Luft freigesetzt. Das Ergebnis sind Schlacken, Nebenprodukte wie Dünger und SynGas, die weiter genutzt werden können.

Vergasung (Bild: ProCone Gaserzeuger)
Die Vergasung ist der Prozess, bei dem die thermische Zersetzung nach dem Vergasungsprozess beendet wird. Das Endprodukt der Vergasung ist ein kleiner Teil Wärme und in erster Linie ein gasförmiger Brennstoff, der aus Kohlenmonoxid CO, Wasserstoff H2, Methan CH4, Kohlendioxid CO2 und Wasserdampf H2O besteht. Je nach Vergasungsmittel (reiner Sauerstoff, Luft oder Dampf) ist auch ein erheblicher Anteil an Stickstoff enthalten und dennoch variiert die Konfiguration der Gaskomponenten.

Verbrennung (Bild: Verbrennungsanlage)
Verbrennung ist ein Prozess, bei dem die obigen vier Prozesse beteiligt sind und folglich durchschritten werden. Das Endprodukt der Verbrennung sind Wärme und Abgase in Form von Kohlendioxid CO2 und Wasserdampf H2O, die in die Atmosphäre abgegeben werden.

Pyrolyse (Bild: Pyrolyse von Reifen)
Pyrolyse (Karbonisierung) ist ein Prozess, bei dem der Prozessfluss nach dem Pyrolyseprozess beendet wird. Der Unterschied zwischen der Pyrolyse und der Vergasung besteht darin, dass keine externen Mittel in dem Pyrolyseprozess hinzugefügt werden, der Brennstoff wird tatsächlich erhitzt und ausschließlich mit Wärme behandelt. Das Endprodukt der Pyrolyse ist ein Pyrolysekoks, Pyrolyseöl und Pyrolysegase. Abhängig von der angewandten Temperatur wird zwischen Niedertemperaturpyrolyse bis Hochtemperaturpyrolyse unterschieden. Die Endprodukte dieser Verfahren unterscheiden sich in den Mengen der Feststoffe (Koks), Flüssigkeiten (Öl) und Gase. Je höher die Pyrolysetemperatur ist, desto höher ist der Anteil der Gaskomponenten im Endprodukt.
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